Skip to Content

 

Claudia Schieren

Community

»Aus meinen beruflichen und privaten Zusammenhängen werden mir immer wieder Fälle geschildert, bei denen von HIV bedrohte und betroffene drogengebrauchende Menschen auf unterschiedliche Weise diskriminiert werden. Im Rahmen meiner mehr als 20-jährigen Arbeit im Bereich der Selbsthilfe ist es mein Ziel, Diskriminierungen abzubauen und das gesellschaftliche Bild auf Drogengebrauch und Drogengebraucherinnen zu verändern. Mit der Verleihung des HIV-Community-Preises an ein communitynahes und niedrigschwelliges Projekt wird ein wichtiges Zeichen gesetzt. Ich freue mich auf die unterschiedlichen Projektvorschläge und dass ich als Vertreterin von JES meine Einschätzung einbringen kann.«

Claudia Schieren, geboren 1963, ist Mutter zweier erwachsener Söhne und lebt in Berlin. Nach langen Konsumphasen, Haft- und Therapiezeiten in den 80er und 90er Jahren begann sie Mitte der 90er Jahre, sich in Bonn in der Drogenselbsthilfe JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte) zu engagieren. Nach unterschiedlichen ehren- und hauptamtlichen Tätigkeiten in der Drogen- und AIDS-Selbsthilfe Bonn e.V. erhielt Schieren die Möglichkeit, sich als Quereinsteigerin beruflich weiterzuentwickeln. Stationen ihres privaten und beruflichen Engagements im Kontext von HIV und Drogengebrauch waren die AIDS-Hilfe NRW – Projektleitung JES Düsseldorf e.V., JES Düsseldorf e.V.  – Geschäftsführung, JES Bundesverband  – ehrenamtliche Vorstandstätigkeit (seit 2004), Deutsche AIDS-Hilfe – Seminarleitung, Delegiertenrat. Nach 12 Jahren als Dozentin und Sozialbetreuerin im Bildungsbereich ist Schieren wieder an die Basis der Drogenselbsthilfearbeit zurückgekehrt. Sie arbeitet im Kontaktladen VISION e.V. und ist als Projektleiterin für die 2. Anlaufstelle in Köln-Meschenich zuständig.