HIV hat sich verändert. Die Lebensrealität von Menschen mit HIV hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt: Menschen mit HIV können heute dank besserer medizinischer Versorgung und Früherkennung sehr viel länger und mit deutlich höherer Lebensqualität leben als noch vor einigen Jahren. Sie können beruflich Karriere machen, eine Familie gründen und eine erfüllte Sexualität haben. Viele von ihnen führen heutzutage in Deutschland ein fast normales Leben.

HIV stigmatisiert. Die öffentliche Wahrnehmung hält mit der Lebensrealität nicht Schritt. Ein positiver HIV-Status schürt oft immer noch irrationale Ängste und ruft Ablehnung hervor. Viele Menschen mit HIV erleben irgendwann am Arbeitsplatz, in der Arztpraxis oder bei der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin Stigmatisierung und Diskriminierung.

HIV-Positive brauchen Solidarität. Um Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in unserer Gesellschaft abzubauen und die Versorgung weiter zu verbessern, müssen communitynahe, niedrigschwellige und partizipative Angebote etabliert und gesichert werden. Schon jetzt gibt es überall in Deutschland eine Vielzahl von Initiativen, die sich direkt vor Ort für eine bessere Früherkennung, Versorgung und Integration von Menschen mit HIV einsetzen.

Die Community stärken. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft, die Deutsche AIDS-Hilfe, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter und Janssen haben gemeinsam den Preis ins Leben gerufen, um damit Impulse für eine verbesserte Integration und communitynahe Versorgung von Menschen mit HIV zu geben. Der “HIV-Community-Preis – Gesellschaftliche Teilhabe fördern, Versorgung verbessern” ist mit 12.000 Euro dotiert.